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Was ich gerne vor meiner Zeit als Konzipientin gewusst hätte

Der Einstieg als Rechtsanwaltsanwärter markiert den Beginn einer spannenden neuen Etappe – voller Verantwortung, Herausforderungen und wertvoller Lernerfahrungen. Erfahre, welche Fähigkeiten im Kanzleialltag wirklich zählen, welche organisatorischen Schritte auf dem Weg zur Rechtsanwaltschaft wichtig sind und wie du den Berufseinstieg erfolgreich meisterst.

1. Einstieg: Moment nach dem Studienabschluss

Für viele ist es jener Moment, auf den jahrelang hingearbeitet wird und der immer wieder herbeigesehnt wird: der Studienabschluss. Mit seinem Erreichen beginnt eine neue Etappe. Diese ist weniger von Lernsessions im Juridicum, dem Absolvieren von Fachprüfungen oder Besuchen von Mensafesten geprägt. Nach dem Studium und dem Entschluss für eine Stelle als Rechtsanwaltsanwärter:in prasseln bereits am ersten Arbeitstag zahlreiche neue Eindrücke ein. 

Manche kennen den Kanzleialltag in seinen Grundzügen bereits aus Praktika oder im Rahmen der Tätigkeit als studentische:r Mitarbeiter:in. Herausfordernd ist insbesondere, dass als Rechtsanwaltsanwärter:in plötzlich Verantwortung übernommen und Fristen seitens der Mandant:innen zeitlich koordiniert werden müssen. Zudem kommt es zu den ersten Begegnungen mit Mandant:innen sowie zu ersten (eigenen) Verhandlungen. Auch die interne Kommunikation mit Ausbildner:innen und Teammitgliedern will gelernt sein. Neben den neuen koordinativen und organisatorischen Tätigkeiten verschiebt sich der im Studium erlernte Fokus von der rein rechtlichen Beurteilung eines Sachverhaltes auf die Sachverhaltserhebung an sich.

All diese neuen Tätigkeiten müssen zu Beginn erlernt oder verfestigt werden, um in allfällig stressigen Phasen möglichst effizient darauf zurückgreifen zu können. Dieser Lernprozess beginnt bereits am ersten Arbeitstag.

6 Tipps für den Einstieg in den Kanzleialltag:

  1. Fragen! Fragen! Fragen! Sollte nach sorgfältiger Überlegung in den ersten Arbeitstagen dennoch Unklarheit bestehen, sollte keine Scheu bestehen, nachzufragen. Besonders das Sekretariat verfügt über langjährige Erfahrung und ist eine wertvolle Wissensquelle.
  2. Gerade zu Beginn ist es ratsam, ausreichend Zeit einzuplanen und mögliche Eventualitäten in Ruhe und sorgfältig durchzudenken. Das nötige Fingerspitzengefühl dafür, wann Effizienz gefragt ist, entwickelt sich mit zunehmender Erfahrung.
  3. Auch die richtige Prioritätensetzung ist gleich zu Beginn, allenfalls in Abstimmung mit den jeweiligen Ausbildner:innen, essenziell. 
  4. Der Austausch mit anderen Rechtsanwaltsanwärter:innen kann hilfreich sein, um Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen.
  5. Gesunde Fehlerkultur: Besonders am Anfang passieren die ein oder anderen kleinen Fehler (auf fachlicher oder zwischenmenschlicher Ebene). Diese Fehler stellen kein persönliches Versagen, sondern den Ausgangspunkt für die eigene Weiterentwicklung dar.
  6. Auch wenn die ersten Tage als Rechtsanwaltsanwärter:in herausfordernd sein können, sollten die neuen Aufgaben mit Freude und Motivation angegangen werden.

2. Was man im Studium nicht gelernt hat

Das Jusstudium vermittelt ein starkes fachliches Fundament. Man lernt, Sachverhalte zu analysieren, Gesetzestexte auszulegen und juristisch präzise zu argumentieren. Was einem jedoch kaum vermittelt wird, ist der tatsächliche Berufsalltag in einer Kanzlei – und alles, was damit verbunden ist.

Denn in der Praxis zeigt sich schnell: Gute Jurist:innen zeichnen sich nicht ausschließlich durch ihr Fachwissen aus. Oft sind es vielmehr Eigenschaften wie Selbstsicherheit, Kommunikationsfähigkeit, Stressresistenz, Schlagfertigkeit und ein professionelles Auftreten, die den Unterschied machen. Die Fähigkeit, auch unter Druck ruhig zu bleiben, sich klar zu artikulieren und Mandant:innen Sicherheit zu vermitteln, ist mindestens genauso wichtig wie die juristische Lösung selbst.

Dabei wird einem schnell bewusst: Die wenigsten wissen immer sofort alles – und das erwartet in Wahrheit auch niemand. Entscheidend ist vielmehr, wie man mit Druck, Unsicherheit und Verantwortung umgeht. Gerade am Anfang entsteht oft das Gefühl, sich ständig beweisen zu müssen. Umso wichtiger ist es, sich selbst treu zu bleiben, die eigene Persönlichkeit nicht zu verlieren und dennoch den eigenen Qualitätsanspruch beizubehalten. Langfristig überzeugen nicht nur Fachwissen, sondern auch Authentizität, Verlässlichkeit und Auftreten.

  • Aktenmanagement: Mehr als nur „Ordnung halten“

Im Studium beschäftigt man sich meist mit einem einzelnen Fall nach dem anderen. In der Praxis laufen hingegen oft zahlreiche Akten gleichzeitig. Fristen, E-Mails, Telefonate, Besprechungen und Schriftsätze müssen parallel koordiniert und bearbeitet werden. Gute Organisation wird dadurch zu einer der wichtigsten Grundlagen des Berufsalltags. Erst in stressigen Phasen erkennt man, wie entscheidend strukturierte Abläufe und ein funktionierendes System tatsächlich sind.

  • Fristenmanagement: Verantwortung bekommt plötzlich Gewicht

Eine der größten Umstellungen zu Beginn ist der Umgang mit Fristen. Dass Schriftsätze fristgerecht eingebracht oder Termine sorgfältig vorbereitet werden, ist Teil der eigenen Organisation. Dieses Verantwortungsgefühl lernt man nicht an der Universität. Gerade anfangs kann es herausfordernd wirken, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu koordinieren und dennoch nichts zu übersehen. Hinzu kommt, dass man häufig auch die zeitliche Verfügbarkeit der jeweiligen Ausbildner:innen berücksichtigen muss, damit notwendige Rücksprachen oder Freigaben rechtzeitig erfolgen können. Mit der Zeit entwickelt man jedoch Routinen, lernt Prioritäten richtig einzuschätzen und gewinnt dadurch zunehmend Sicherheit.

  • Kommunikation mit Mandant:innen: Juristisch korrekt reicht oft nicht aus

Mandant:innen erwarten nicht nur fachliche Kompetenz, sondern vor allem Klarheit, Verlässlichkeit und Vertrauen. Komplexe rechtliche Themen verständlich zu erklären, professionell aufzutreten und gleichzeitig empathisch zu bleiben, gehört zu den Fähigkeiten, die man erst in der Praxis entwickelt. Oft sind es nicht die juristisch kompliziertesten Gespräche, die herausfordernd sind, sondern jene, in denen Menschen emotional belastet oder verunsichert sind oder unter Druck stehen.

  • Prioritäten setzen: Wenn alles gleichzeitig dringend erscheint

Der Kanzleialltag ist schnelllebig. Neue Aufgaben, spontane Telefonate, kurzfristige Fristen und laufende Rückfragen gehören zum Alltag. Besonders am Anfang entsteht häufig das Gefühl, allem gleichzeitig gerecht werden zu müssen. Zu lernen, Prioritäten richtig zu setzen, Ruhe zu bewahren und auch unter Zeitdruck strukturiert zu arbeiten, ist deshalb eine der wichtigsten Fähigkeiten, die man in der Konzipientenzeit entwickelt.

  • Zwischen Perfektionismus und Pragmatismus

Im Studium hat man oft ausreichend Zeit, um Fälle bis ins kleinste Detail auszuarbeiten. In der Praxis müssen juristisch präzise Lösungen häufig innerhalb kürzester Zeit gefunden werden. Genau darin liegt eine der größten Herausforderungen: trotz Zeitdruck effizient zu arbeiten und gleichzeitig einen hohen Qualitätsanspruch aufrechtzuerhalten. Mit der Zeit lernt man, pragmatische Lösungen zu finden, ohne dabei den Blick für Genauigkeit und Sorgfalt zu verlieren.

Und genau darin liegt letztlich die eigentliche Lernkurve der Konzipientenzeit. Rückblickend sind es oft nicht die kompliziertesten Rechtsfragen, die einen prägen, sondern der Umgang mit Verantwortung, Zeitdruck und Menschen. Mit jedem Arbeitstag entwickelt man sich dadurch nicht nur fachlich weiter, sondern wächst auch persönlich.

3. Auch Exzellenz braucht mal Pause: „Work-Life Balance“ im Rechtsanwaltsberuf

Work-Life Balance ist kein Luxus – sie ist eine Voraussetzung dafür, langfristig erfolgreich und gesund zu bleiben. Gerade in der Konzipientenzeit, in der man sich fachlich beweisen und gleichzeitig seinen Platz im Beruf finden möchte, gerät das eigene Wohlbefinden schnell in den Hintergrund. Dabei zeigt die Praxis deutlich: Wer sich keine Pausen gönnt, arbeitet nicht effizienter, sondern macht mehr Fehler, verliert Motivation und im schlimmsten Fall die Freude am Beruf.

  • Klare Grenzen setzen: Auch wenn es schwerfällt – nicht jede E-Mail muss spätabends beantwortet werden.
  • Prioritäten erkennen: Nicht jede Aufgabe ist gleich dringend. Anstehende Arbeiten nach Dringlichkeit zu reihen und abzuarbeiten schafft Struktur und mindert die Stressbelastung.
  • Kleine Auszeiten nutzen: Selbst kurze Pausen während des Arbeitstags können helfen, den Kopf freizubekommen.
  • Freizeit bewusst planen: Ob Sport, Treffen mit Freunden oder einfach ein ruhiger Abend – fixe Termine mit sich selbst sind genauso wichtig wie berufliche.

Es geht nicht darum, weniger engagiert zu sein. Im Gegenteil: Wer sich Erholung erlaubt, ist im Job oft konzentrierter, strukturierter und belastbarer.

Ein Aspekt, der häufig unterschätzt wird, ist die eigene Gesundheit. Schlafmangel, Stress und Bewegungsmangel sind in der juristischen Karriere keine Seltenheit. Doch genau hier sollte man früh gegensteuern. Langfristig bringt es wenig, „durchzupowern“, wenn der Körper irgendwann nicht mehr mitmacht. Regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und eine bewusste Ernährung sind keine Nebensächlichkeiten, sondern entscheidende Faktoren für Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.

Auch mentale Gesundheit verdient Aufmerksamkeit. Der Druck, perfekt zu sein, keine Fehler zu machen und ständig verfügbar zu sein, kann belastend sein. Offen darüber zu sprechen und sich Unterstützung zu holen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Professionalität.

Die Frage „Karriere oder Familie?“ beschäftigt viele angehende Jurist:innen – besonders in einem Berufsfeld, das traditionell von hohen zeitlichen Anforderungen geprägt ist. Immer mehr Kanzleien erkennen, dass flexible Arbeitsmodelle, Teilzeitlösungen und Homeoffice nicht nur möglich, sondern sinnvoll sind. Dennoch erfordert es Mut, eigene Bedürfnisse klar zu kommunizieren und nicht automatisch dem klassischen Karrierebild zu folgen. Wichtig ist, sich bewusst zu machen: Karriere ist kein starres Konzept. Sie verläuft nicht für alle gleich und muss sich an die eigene Lebenssituation anpassen – nicht umgekehrt.

4. Netzwerken lohnt sich

Als angehende:r Anwält:in ist Netzwerken weit mehr als nur ein „Nice-to-have“ – es ist ein zentraler Baustein für den beruflichen Erfolg. Die juristische Welt lebt stark von Kontakten, Empfehlungen und persönlichem Vertrauen. Wer früh beginnt, ein stabiles Netzwerk aufzubauen, schafft sich wertvolle Chancen für den späteren Karriereweg.

Durch den Austausch bereits im Studium mit Studienkolleg:innen und Professor:innen, und später dann mit Praktiker:innen erhält man nicht nur Einblicke in verschiedene Rechtsgebiete, sondern auch in mögliche Karrierewege. Häufig entstehen aus solchen Kontakten Praktika oder sogar erste Jobangebote. Gerade in einem kompetitiven Umfeld kann ein persönlicher Kontakt den entscheidenden Unterschied machen.

Darüber hinaus ermöglichen Netzwerke, von den Erfahrungen anderer zu profitieren. Gespräche mit bereits etablierten Anwält:innen helfen, typische Herausforderungen besser zu verstehen und eigene Entscheidungen fundierter zu treffen. Gleichzeitig stärkt aktives Netzwerken wichtige Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit, Selbstpräsentation und Empathie – Kompetenzen, die im Anwaltsberuf unerlässlich sind.

Nicht zuletzt schafft ein gutes Netzwerk auch langfristige Vorteile: Kollegiale Unterstützung, Kooperationen und Empfehlungen begleiten Jurist:innen oft über ihre gesamte Karriere hinweg. Wer also schon früh ein Netzwerk aufbaut, legt den Grundstein für nachhaltigen beruflichen Erfolg.

5 goldene Netzwerktipps:

  • Events der Paragraphinnen besuchen und sich mit Kolleg:innen und Praktiker:innen austauschen
  • Mentor:innen suchen und beim Netzwerkaufbau nicht vergessen, dass ein rein weibliches Netzwerk nur die halbe Miete ist
  • Netzwerkmöglichkeiten der OÖRAK nutzen (zB Konzistammtisch)
  • Bereits während des Studiums Chancen wahrnehmen: Moot Courts, Praktika, …
  • Mit Studienkolleg:innen aus anderen Berufsgruppen vernetzt bleiben

5. Organisatorisches Rundherum

Bevor du deine Tätigkeit als RAA aufnehmen kannst, bedarf es der Eintragung in die Liste der Rechtsanwaltsanwärter:innen der jeweiligen Rechtsanwaltskammer. Welche Urkunden und Nachweise dafür erforderlich sind, findest du auf der Homepage der jeweiligen RAK. Seit Jänner 2026 muss in Oberösterreich für die Eintragung in die Liste der RAA und dementsprechend für die Ausstellung der kleinen LU (dazu gleich mehr) ein Ansuchen an den Ausschuss der Oö. RAK gestellt werden. Es empfiehlt sich daher, die Unterlagen und das Gesuch schon vor deinem Dienstantritt zu stellen, damit bei Dienstbeginn alle Formalitäten erledigt sind und du deine Tätigkeit als RAA sofort aufnehmen kannst. 

„Kleine“ und „große“ LU

Als Rechtsanwaltsanwärter:in darfst du deine:n Ausbildungsanwält:in vor Gerichten und Behörden vertreten. Der Umfang der Vertretungsbefugnis ist dabei von der Art der Legitimationsurkunde abhängig. Die „kleine LU“ berechtigt dich zur Vertretung in allen Verfahren, in den kein Anwaltszwang herrscht. Voraussetzung für den Erhalt der „kleinen LU“ ist lediglich die Eintragung in die Liste der RAA. In Verfahren mit Anwaltszwang kann sich die jeweilige Rechtsanwältin bzw. der jeweilige Rechtsanwalt durch eine substitutionsberechtigte RAA mit „großer LU“ vertreten lassen. Die „große LU“ erhältst du – nach einem förmlichen Gesuch an den Ausschuss der jeweiligen RAK – entweder 

  • nach der erfolgreichen Ablegung der Rechtsanwaltsprüfung (RAP) oder 
  • nach der Absolvierung der Gerichtspraxis und
  • der 18-monatigen praktischen Verwendung bei einem/einer Rechtsanwält:in oder der Finanzprokuratur) und
  • der Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen im Ausmaß von 12 Halbtagen.

Ausbildungsveranstaltungen

Für die Eintragung als Rechtsanwält:in benötigst du insgesamt 42 Halbtage (1 Halbtag = 3h), wobei du für die Anmeldung zur RAP bereits 24 Halbtage und für den Erhalt der „großen LU“ 12 Halbtage nachweisen musst. Kläre den Aspekt der Kostenübernahme für die Seminare am besten vorab mit deiner/deinem Ausbildungsanwält:in ab.

Rechtsanwaltsprüfung (RAP)

Die RAP kann nach Abschluss eines Studiums des österreichischen Rechts und einer praktischen Verwendung im Ausmaß von drei Jahren, hiervon mindestens fünf Monate bei Gericht oder einer Staatsanwaltschaft und mindestens zwei Jahre bei einem Rechtsanwalt, abgelegt werden. Außerdem benötigst du einen Nachweis der Absolvierung von Ausbildungsveranstaltungen im Ausmaß von 24 Halbtagen. Die Prüfungstermine werden in den einzelnen OLG-Sprengeln unterschiedlich festgelegt. 

Im OLG-Sprengel Linz gibt es bspw. pro Jahr vier Prüfungstermine (Februar, April, Juni und Oktober). Die genauen Termine werden im Regelfall jeweils im September für das kommende Jahr bekannt gegeben.

Für die Zulassung zur RAP ist ein Antrag an das jeweilige OLG zu stellen. Nach der bestätigten Zulassung zur RAP wird dir im OLG-Sprengel Linz ein/e Prüfungspartner:in zugeteilt. In anderen OLG-Sprengeln (z.B. im OLG-Sprengel Wien) kannst du dir deine/n Prüfungspartner:in selbst aussuchen. Sinn und Zweck dieser „Prüfungspartnerschaft“ soll die gemeinsame Vorbereitung auf die RAP sein. Es empfiehlt sich daher, sich regelmäßig mit dem/der Prüfungspartner:in auszutauschen und auch die Prüfungssituation der mündlichen Prüfung zu simulieren, da ihr alle Prüfungen, insbesondere auch die mündliche Prüfung, gleichzeitig absolviert (dazu gleich mehr). 

Die RAP besteht aus drei schriftlichen Prüfungen à ca. 8h aus den Bereichen Zivil-, Verwaltungs- und Strafrecht und einer mündlichen Prüfung á ca. 2h. Welche Schriftsätze im jeweiligen Rechtsgebiet prüfungsrelevant sind, legt § 13 RAPG fest. Die Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen erfährst du im Regelfall noch vor der mündlichen Prüfung.

Mindestens drei Wochen nach den schriftlichen Prüfungen findet die mündliche Prüfung vor dem Prüfungssenat statt. Hier werden du und dein:e Prüfungspartner:in abwechselnd geprüft. Der Stoffumfang für die mündliche Prüfung ist in § 20 RAPG geregelt. Ob du die RAP bestanden hast und mit welchem Bewertungsgrad erfährst du nach einer kurzen Beratung nach der mündlichen Prüfung.

Die RAP darf zweimal wiederholt werden.

Prüfungsurlaub

Eine sorgfältige Vorbereitung auf die RAP ist neben der Vollzeitbeschäftigung als RAA kaum möglich. Daher gewähren Kanzleien im Regelfall einen sogenannten Prüfungsurlaub (zwischen zwei und vier Wochen), auf den jedoch kein Rechtsanspruch besteht. Wie das in deiner Kanzlei geregelt wird, klärst du am besten vor Dienstantritt ab.

Weitere nützliche Infos findest du auf der Homepage der jeweiligen Rechtsanwaltskammer.

Mag.a Anja Federschmid, LL.B.

Mag.a Anja Federschmid, LL.B. engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich, etwa noch während des Studiums als Vorsitzende der ÖH JUS an der JKU oder später bei den Paragraphinnen Linz. In beiden Organisationen lernte sie, wie wichtig ein stabiles Netzwerk bereits in jungen Jahren ist.

Dr.in Sandra Jobst, LL.B.

Dr.in Sandra Jobst, LL.B. ist geprüfte RAA und Vollblut-Mama. Als solche ist sie Meisterin im Priorisieren von To Dos und hat perfektioniert, wie sich Vollzeitjob und Vollzeit-Elternschaft kombinieren lassen.

Mag.a Amela Ramakic

Mag.a Amela Ramakic weiß aufgrund ihrer Spezialisierung in der Kanzlei genau, worauf es letztlich ankommt. Den Ausgleich zu ihrem präzisen Fristenmanagement sowie der täglichen Mandantenkommunikation findet sie in ihrer Freizeit im Yoga.

Mag.a Anna Stopper

Mag.a Anna Stopper ist Konzipientinnen-Vertreterin in der Oö. Rechtsanwaltskammer und setzt sich als solche für einen steten Informationsfluss zwischen RAA und RAK sowie zahlreiche Netzwerkveranstaltungen ein.

Mag.a Johanna Würfl

Mag.a Johanna Würfl hat nach der Gerichtspraxis beschlossen, die Rechtsanwaltschaft aufzuwirbeln. Worauf es bereits am ersten Tag ankommt, hat sie nach dem Kontrastprogramm am Gericht sofort erkannt.